Dänemark 2026 – Auf der Suche nach Silber

von Christian Stenz und Frank Schneider

Dänemark? Dänemark!

Dänemarks Ostsee ist das Sehnsuchtsziel für Meerforellenfischer. Ob mit Spinnrute oder Fliege: Wenn man sich nach geeigneten Angelstellen umsieht und die richtige Jahres- und Tageszeit erwischt, sind kräftige Fische nie weit entfernt.

Umso schwieriger kann es sein, sie an den Haken zu bekommen. Die Meerforelle gilt als „Fisch der eintausend Würfe“. Oft extrem wählerisch, was den Kunstköder angeht, kann es Anglern passieren, dass sie mitten im Fisch stehen – aber trotzdem keinen ans Band bekommen! Dann können es auch durchaus mal zwei- oder dreitausend Würfe werden…

Tatsächlich muss man es sportlich nehmen. Bei kaum einer anderen Angelei hat der Fisch so gute Chancen, dem Angler zu entgehen. Will man Meerforellen fangen, muss man sich also zunächst in Demut üben. Das fällt leicht, angesichts der schönen Landschaft und der frischen Meeresbrise, die fröhlich die Ohren kühlt! Und bisweilen auch die Hände…

Ob am Meer oder auch im geschützten Fjord: Das Waten fällt meist nicht schwer. Partien mit großen Steinen sind selten. Am Fjord jedoch kann der Untergrund manchmal weich und sogar schlammig sein. Trotzdem ist das Waten und dabei ein stetes Fortbewegen der Schlüssel zum Erfolg: Nur so findet man Bereiche mit der richtigen Untergrundstruktur („Leopardengrund“ – Flecken mit teilweise dichten Tangwäldern wechseln sich mit offenen Sandflächen ab) und dort auch oft die Fische.

Dann bleibt der Fangerfolg nicht aus. Und mit Übung und Fingerspitzengefühl benötigt man deutlich weniger als die oben zitierten eintausend Würfe.

Wir haben ganz bewusst auf die bei Anglern typischen Fischpräsentationsfotos verzichtet – hatten wir uns schließlich watend in Demut geübt. Tatsächlich hatten wir beide insgesamt zwölf gute Meerforellen gefangen – in acht Angeltagen. Nicht alle davon durften wir mitnehmen. Das Mindestmaß für Meerforellen ist 40cm. Mehrere ca. 38er durften also wieder weiterschwimmen. Auch nicht blanke, also bräunlich gefärbte Fische, dürfen nicht mitgenommen werden. Auf unseren Tisch schafften es also lediglich zwei Fische.

Es bleibt die Erinnerung an eine supertolle Zeit! Tatsächlich haben wir volle zwölf Jahre gebraucht, um eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen: Unsere gemeinsame Tour nach Dänemark mit der Jagd nach Silber, die wir damals jährlich unternahmen. Wir hatten eine Menge Spaß, ein supertolles Ferienhaus, durchgehend echtes Kaiserwetter. Besser geht es nicht! Wir hoffen beide, dass es nicht wieder zwölf Jahre dauert, bis wir wieder sagen:

Auf nach Dänemark – auf der Suche nach Silber!